Gesundheit und Stärke durch Üben

Allgemeine Informationen

Taekwondo ist eine koreanische Selbstverteidigung von höchster Effizienz. In keiner asiatischen Kampfkunst wurde die Beintechnik in Folge höherer Muskelkraft und größerer Reichweite so präzise weiter entwickelt, wie im Taekwondo.

Unbewaffnet lassen sich so selbst Angriffe mit Schlag- oder Stichwaffen  verteidigen.

Die Ausbildung erfolgt systematisiert vom weißen Gürtel (Anfängerstufe) bis zum schwarzen Gürtel (Meisterstufe).

Die Möglichkeit zur Teilnahme an Prüfungen wird zur Motivation und objektiven Standortbestimmung genutzt.

Die Durchführung von Gürtelprüfungen für Fortgeschrittene, sowie Dan-Prüfungen (schwarzer Gürtel) wird über die Internationale Budo Federation (IBF) organisiert.

Die traditionelle Form des Taekwon-Do unterscheidet sich von der olympischen Variante (WTF) durch die Kontaktlosigkeit und den eher in den Hintergrund tretenden Wettkampfgedanken.

Die Sportart Taekwon-Do (traditionell) ist für jede Altersgruppen ein sehr gut geeigneter Ausgleichssport. Sowohl für Jugendliche, Erwachsenen als auch für Senioren bietet Taekwon-Do ausgezeichneter Möglichkeiten sich fit zu machen oder die Leistungsfähigkeit wieder herzustellen. Aus orthopädischer und sportmedizinischer Sicht ist traditionelles Taekwon-Do eine Sportart mit außerordentlich hohen gesundheitsfördernden Effekten.

Verschiedene Sportärzte wie z.B. Dr. med. Markus Geßlein, Dr. med. Dirk Jung oder Dr.med. R.J. Aman haben unabhängig voneinander sehr gute Erfahrungen mit dieser Sportart gemacht.

Im Vordergrund eines Trainings im traditionellen Taekwon-Do stehen Ausgewogenheit und eine enorme Vielfalt, die diese Sportart bietet. Alle sportmedizinischen Hauptbelastungsformen werden gleichermaßen trainiert:

  • Ausdauer,
  • Kraft,
  • Schnelligkeit,
  • Beweglichkeit,
  • Gewandtheit,
  • Koordination.

Ein weiterer wesentlicher Faktor ist die enge Verflechtung von und körperlicher Schulung. Psychische Komponenten wie Konzentration, Selbstvertrauen, Mut, Ausdauer, Willenskraft und Disziplin werden gleichermaßen mittrainiert.

Durch die moralisch-ethischen Grundregeln des TKD werden charakterliche Eigenschaften gefördert wie Gemeinschaftsgefühl, Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit, Respekt und Bescheidenheit.

Bekanntermaßen beeinflussen sich körperliche und geistige Faktoren in einer ständigen Wechselwirkung gegenseitig positiv aber auch negativ. Traditionelles TKD bietet hier einen ganzheitlichen Ansatz indem Körper und Geist trainiert werden und damit die Möglichkeit besteht, eine einzigartige Harmonie zu erreichen.

Zusammenfassend bietet Taekwon-Do aus sportmedizinischer Sicht eine hervorragende Möglichkeit zum Training aller körperlichen Hauptbelastungsformen, bei niedrigem Verletzungsrisiko. Es gelingt in vorbildlicher Weise Schäden am Stütz- und Bewegungsapparat vorzubeugen. Die positiven Effekte wirken sich sowohl auf die körperliche Fitness als auch auf die Psyche und das Allgemeinbefinden aus.

Es resultiert zusätzlich eine gesündere Lebensweise gekoppelt mit einer höheren Belastbarkeit in Beruf und Alltag und geringerer Anfälligkeit für Gesundheitsstörungen

(Dr.med. R.J. Aman, Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie, Sportmedizin).

Taekwon-Do Traditionell sportwissenschaftlichen gesehen.

von Prof. Dr. med. Frank Moosig

Für den lebensverlängernden Effekt von Sport ist wesentlich die Reduktion des Risikos von Herz-Kreislauferkrankungen, also Schlaganfälle, Herzinfarkte u.a. verantwortlich.

Taekwon-Do-Training ist Ausdauertraining mit dem zusätzlichen Charakter eines Intervalltrainings.

Es fällt - unabhängig von den Unterschieden einzelner Schulen - sicher in die Kategorie einer intensiven körperlichen Aktivität und zählt zu den Sportarten mit dem höchsten Energieumsatz überhaupt.

Kardiovaskuläres Training ist allerdings bei weitem nicht alles, was Sport zur Gesundheit beitragen kann. Insofern schöpfen einseitig hierauf ausgerichtete Betätigungen, wie z.B. Laufsport, die Möglichkeiten nicht annähernd aus. So sind zusätzliche Kräftigungsübungen sinnvoll und entsprechen den WHO-Empfehlungen. Hierdurch kann nicht nur eine Verbesserung der Muskelkraft selbst erreicht werden. Die gestärkte Muskulatur hilft auch dem Stoffwechsel, z.B. durch Vermeidung von Zuckerkrankheit, und ist wichtige Energiereserve. Kräftigungsübungen sind darüber hinaus gesund für die Knochen und helfen Osteoporose zu vermeiden.

Im Taekwon-Do gehören solche Übungen, die abwechslungsreich und ohne Geräte eingebunden werden, zu jeder Trainingsstunde.

Ebenso sind Dehnungsübungen ein ständiger Bestandteil des Programms. Hierdurch lassen sich auch für den Alltag die Bewegungsumfänge verbessern und erhalten. Gutes Dehnen beugt zudem Sportverletzungen vor.

Koordination und Konzentration runden die umfassende körperliche Ausbildung im Taekwon-Do ab. Durch komplexe -und je nach erreichtem Leistungsstand immer komplexer werdende - Bewegungsfolgen wird ein hohes Maß an Konzentration und Koordination entwickelt, das sich auch außerhalb des Taekwon-Do messen lässt wie z.B. Studien zur Verbesserung der allgemeinen Konzentrationsfähigkeit bei über 40jährigenTaekwon-Do-Anfängern schon bei geringer Trainingsfrequenz beweisen.